Inklusionsbegleitung

Seit 2012 bietet der Perspektive Bildung e.V. an mittlerweile 10 Kölner Grund- und weiterführenden Schulen an, auf Wunsch der Eltern die Inklusionsbegleitung für Schüler und Schülerinnen mit besonderem Förderbedarf zu stellen. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um die Kooperationsschulen, an denen auch die Schulsozialarbeit und/oder der offene Ganztagsschulbereich durch Perspektive Bildung e.V. gestaltet werden.

Grundlage der Inklusionsbegleitung (auch Schulbegleitung/Integrationshilfe genannt) ist sowohl das SGB VIII §35a in der Zuständigkeit des Jugendamtes als auch das SGB XII §54 in der Zuständigkeit des Sozialamtes. Darüber hinaus ist durch Artikel 24 der UN Konvention zum Schutz der Rechte behinderter Menschen das Fundament zum Recht auf Teilhabe an Bildung gelegt.

Ziele der Inklusionsbegleitung

Die Inklusionsbegleitung ermöglicht bzw. erleichtert den Schülerinnen und Schülern den Schulbesuch, die Teilnahme am Unterricht und ggf. an den Angeboten der OGS sowie insgesamt die volle gleichberechtigte Teilhabe am Schulleben der entsprechenden Schule („so viel Begleitung wie nötig, so wenig wie möglich“).

Hierbei ist der ergänzende Unterstützungsbedarf der Schüler*innen, der über die grundsätzliche schulische Förderung hinausgeht, sehr individuell zu berücksichtigen.

In diesem Zusammenhang ist Inklusion für uns kein Auftrag, sondern eine Haltung, die es mit den Kindern und Jugendlichen zu leben gilt.

Ausgehend vom individuellen Förderplan tragen die Lehrkräfte die Gesamtverantwortung für das schulische Lernen des Schülers und/oder der Schülerin.

Die Inklusionsbegleitung (IB) leistet in diesem Gesamtzusammenhang unterstützende Teilaufgaben:

  • Unterstützung bei der Aneignung der Lerninhalte
  • Förderung der Inklusion in den Klassenverband
  • Hilfe bei der Strukturierung des Schulalltags
  • Hilfen bei der Sozialisation und Kommunikation, d.h. in der Zusammenarbeit mit den Mitschülern und Mitschülerinnen und Inklusion ins Unterrichtsgeschehen, Hilfe bei der Kommunikation z.B. mittels technischer Hilfen, Methoden der Unterstützten bzw. „Gestützten Kommunikation“
  • Erweiterung der Sozialkompetenz, Aufbau/Ausbau von Eigenverantwortung beim Schüler bzw. bei der Schülerin und Anleitung zur Selbständigkeit
  • Unterstützung, Anleitung, Durchführung lebenspraktischer Verrichtungen, wie pflegerische und medizinische Versorgungstätigkeiten, Nahrungsaufnahme usw.
  • Ermöglichung der Teilnahme an schulischen Aktivitäten
  • Unterstützung in besonderen Situationen, Krisenzeiten o.ä.
  • Verständnis und Unterstützung bei unangemessenen Verhaltensweisen (z.B. Hilfestellung zur Verhaltensregulation z.B. bei Fremd- und Autoaggressionen, Alternativen erkennen, Kontexte vereinfachen)

Die gemeinsame Bildungs- und Erziehungsarbeit von Jugendhilfe, Schule und Eltern setzt in diesem Kooperationsverbund voraus, dass die Inklusionsbegleiter/innen als gleichwertiger Partner in der Ausgestaltung wahrgenommen und einbezogen werden.